Vindragona

Schreibwerkstatt

Zweimal im Jahr veranstaltet Science Fiction- und Fantasy-Autor Michael Marcus Thurner mit renommierten Co-Referenten mehrtägige Schreibseminare. Fünf bis neun Tage lang beschäftigen seine Schüler und er sich intensiv mit der Materie des Schreibens, in Theorie und Praxis.
Schreibseminare sind anstrengend und kräftezehrend, bringen aber für die weiterführende Arbeit am eigenen Manuskript ungemein viel. Als Teilnehmer fährt man erschöpft, aber auch mit einem Haufen neuer Ideen im Kopf nach Hause, mit guten Erinnerungen, mit frischem Schwung.

Was ist das Besondere an den Schreibcamps?

Erstens ist es die Zeit, die sich die Schreibcamp-Leiter nehmen. Sie widmen sich individuell den Problemen der Teilnehmer und tun ihr Bestes, um deren Fragen zu beantworten.
Zweitens entsteht im Laufe der Woche der Camp-Gedanke, das Gruppenbewusstsein. Leute lernen sich selbst und die Eigenarten anderer Teilnehmer besser kennen. Man schaut voneinander ab, man interagiert, man steigert sich.
Drittens richten sich diese Kurse an Autoren, für die das Schreiben womöglich mehr als ein Hobby ist. Die investieren und lernen und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit an die Sache rangehen. Im Idealfall sind die Teilnehmer mit Leuten zusammen, die dasselbe wie sie selbst wollen – und das befruchtet ungemein. Es gibt keine Konkurrenten, sondern Wegbegleiter. Neid und Missgunst haben beim Schreibcamp nichts verloren.

Was versprechen die Schreibcampleiter?

Sie geben Wissen weiter, reden über Tips und Tricks aus der Praxis, geben Einblick in unterschiedlichste Arbeitsmethoden. Teilnehmer bekommen den Blickwinkel von Leuten vermittelt, die seit Jahrzehnten in der Schreibbranche tätig sind. Schüler und Lehrer schauen gemeinsam hinter die Fassaden des Berufs „Schriftsteller“. Es wird über technische Hilfsmittel gesprochen, über Genre-Einteilungen, vielleicht ein bissl über Psychologie, über archaische Figuren, über Verwandtschaft zu Film und Comics, den Umgang mit Verlagen … Es gibt unglaublich viele Themen, die die Referenten so erschöpfend wie möglich behandeln.
Neben all dieser Theorie werden eingereichte Texte zerlegt, zerrissen, analysiert, wieder zusammengesetzt, Stück für Stück verbessert. Die Vortragenden zeigen, wie man weiterkommt, wenn man mal ansteht.
Was sie nicht machen, ist, ihren Schülern den eigenen Schreibstil wegzunehmen, ganz im Gegenteil! Sie sollen weiterhin mit einer eigenen Stimme sprechen und sich vom Einheitsbrei der belletristischen Literatur abheben.

Hier sind die wichtigsten Informationen über die Schreibcamps im Schnelldurchlauf:

- Wann? Derzeit finden jährlich ein Kurs im Frühjahr (im April, über fünf Tage) und einer im Herbst (im Oktober, über sieben bis neun Tage) statt.

- Wo? In Wiener Neustadt, knapp 50 km südlich von Wien. In einem Westernreitstall. Dies mag ein etwas ungewöhnlicher Ort für ein Seminar sein – aber die Teilnehmer sind im Grünen und haben die notwendige Infrastruktur zur Verfügung.

- Wer unterrichtet?

Michael Marcus Thurner, Schriftsteller im Bereich der Phantastik. Autor für die PERRY RHODAN-Serie, der immer wieder Ausflüge in fremde Gefilde unternimmt. Veröffentlicht sind unter anderem zwei selbständige SF-Werke bei Heyne, und zwei Fantasy-Romane bei Blanvalet. Infos gibt es laufend bei www.mmthurner.at.
Er bekommt Unterstützung von renommierten Autoren der Phantastik wie Leo Lukas oder Marc A. Herren.

- Vorarbeiten: Etwa zwei Wochen vor Seminarbeginn wird ein Handout mit Textproben und Exposés aller Teilnehmer ausgeschickt. Dieses soll durchgearbeitet und mit Kommentaren versehen werden. Diese Texte dienen als Grundlage für die Seminare.

- Leistungen des Veranstalters: Neben dem Handout erhalten die Teilnehmer weiterführende Arbeitsblätter. Am Seminarort steht Literatur über das Schreibhandwerk zum Ausborgen zur Verfügung. Neben der durchgehenden Betreuung bei der ganztägigen Seminararbeit gibt es ein warmes Mittagessen (auf Wunsch auch vegetarisch), am Abend eine kalte Platte, zwischendurch Kaffee, Tee, Snacks. Fürs leibliche Wohl wird so gut es geht gesorgt. Wenn das Wetter gut ist,wird auf einer Terrasse im Freien gearbeitet.

- Weitere Infos: www.mmthurner.at

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